Ohne Wandel ist kein Bestehen möglich

Stiftung Netzwerk für Tiere, möglicherweise erinnern Sie sich an unseren Namen im Zusammenhang mit einem etwas anderen Projekt. Das stimmt, denn begonnen haben wir 2006 mit dem Ziel, einen Gnadenhof für Osnabrück zu errichten. Dahinter stand vor allem die Idee, Haustiere aufzufangen, die Jahre oder Jahrzehnte treuer Begleiter ihres Menschen waren und plötzlich verlassen da stehen, weil Herrchen oder Frauchen krank werden oder gar versterben. Diese Tiere leiden nicht nur unter dem plötzlichen Verlust ihrer Bezugsperson und damit oft des vertrauten Lebensumfelds. Sie sind meist auch selbst Senioren mit den entsprechenden gesundheitlichen Begleiterscheinungen und bedürften per se besonderer Rücksichtnahme.

Sofern kein neues Zuhause für dieses schwierig zu vermittelnde Tierklientel zu finden wäre, wollten wir ihm zumindest einen schönen Lebensabend unter Artgenossen ermöglichen.

Zu diesem Zweck hatten wir bereits die heutige Liegenschaft „Tierschutzhof Krevinghausen“ mit dem alten Bauernhofgebäude erworben.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese besondere Not von Menschen-Tier-Partnerschaften im Seniorenalter haben wir nicht aus dem Blick verloren. Was uns aber deutlich wurde: Viel lieber, als Mensch und Tier zu trennen und sie getrennt auf Nimmerwiedersehen unterzubringen, wäre uns ein Konzept, dass je nach Situation weiterhin Kontakt ermöglicht oder zumindest einen sanfteren Übergang in die neue Situation ermöglicht.

Da dieses Senioren-Projekt „Gnadenhof“ noch Reifezeit benötigt, hat die Stifterin beschlossen, mit Krevinghausen auf die akuten drängenden Raumbedarfsprobleme von Tierheimen zu reagieren und bereits bestehenden Tierschutzvereinen Raum und Obdach zu bieten.